kainzner.net

AGB – TimeTracker

für die Nutzung der App „TimeTracker“ (Zeiterfassung & Fahrtenbuch)

Stand: 09. September 2026

Anbieter:

Christoph Kainzner
Lerchenfelderstraße 128
A-1080 Wien, Österreich
E-Mail: timetracker@kainzner.net
(nachfolgend „Anbieter“ bzw. „wir“)

§ 1 Geltungsbereich, Vertragspartner

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) gelten für sämtliche Verträge, die zwischen dem Anbieter und seinen Kunden (nachfolgend „Nutzer“ oder „Kunde“) über die Nutzung der mobilen Anwendung „TimeTracker“ für iOS und Android (nachfolgend „App“) sowie etwaiger dazugehöriger Dienste geschlossen werden.

(2) Die App richtet sich in erster Linie an Unternehmer im Sinne des § 1 KSchG (Kleinunternehmer, Selbstständige, Betriebe jeder Größe), die die App zur betrieblichen Zeiterfassung und/oder Führung eines elektronischen Fahrtenbuchs für sich und ihre Mitarbeiter nutzen („B2B-Nutzung“). Registriert sich ein Nutzer als „Unternehmen“ (Firmenkonto), gelten die Bestimmungen dieser AGB auch im Verhältnis zu den von diesem Unternehmen angelegten Mitarbeiterkonten; für Handlungen der Mitarbeiter im Rahmen der App haftet gegenüber dem Anbieter das registrierende Unternehmen.

(3) Sollte die App auch von Verbrauchern im Sinne des Konsumentenschutzgesetzes (KSchG) genutzt werden, gehen zwingende verbraucherschützende Bestimmungen des KSchG den nachfolgenden Regelungen vor.

(4) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Nutzers werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.

§ 2 Vertragsgegenstand

(1) Die App bietet Funktionen zur digitalen Arbeitszeiterfassung („Zeiterfassung“) sowie zur Führung eines elektronischen Fahrtenbuchs („Fahrtenbuch“), unter anderem: Erfassung von Beginn und Ende von Arbeitszeiten und Fahrten, optionale GPS-gestützte Standorterfassung, Verwaltung von Projekten, Fahrzeugen und Mitarbeitern, Auswertungen/Reports sowie eine Verwaltungsoberfläche für Administratoren eines Firmenkontos.

(2) Der konkrete Funktionsumfang ergibt sich aus der jeweiligen Produktbeschreibung im Apple App Store bzw. Google Play Store sowie aus der App selbst. Der Anbieter behält sich vor, die App im Rahmen von Aktualisierungen weiterzuentwickeln, Funktionen zu ändern, zu ergänzen oder – sofern dem Nutzer zumutbar – einzuschränken.

(3) Ein Anspruch auf eine bestimmte Verfügbarkeit, Fehlerfreiheit oder ununterbrochene Nutzbarkeit der App besteht vorbehaltlich § 9 nicht.

§ 3 Registrierung, Nutzerkonten

(1) Die Nutzung der App setzt die Registrierung eines Kontos voraus. Bei der Registrierung eines Firmenkontos sind Firmenname, Name der registrierenden Person, eine gültige E-Mail-Adresse sowie ein Passwort anzugeben.

(2) Der Administrator eines Firmenkontos kann innerhalb der App weitere Mitarbeiterkonten anlegen und verwalten. Der Administrator ist dafür verantwortlich, dass die von ihm angelegten Mitarbeiter über die Verarbeitung ihrer Daten im Rahmen der App informiert werden (siehe § 8) und dass eine dafür erforderliche Rechtsgrundlage (z. B. arbeitsrechtliche Vereinbarung, Betriebsvereinbarung, Einwilligung) im Verhältnis zwischen dem Unternehmen und seinen Mitarbeitern vorliegt.

(3) Der Nutzer ist verpflichtet, bei der Registrierung wahrheitsgemäße Angaben zu machen und seine Zugangsdaten (insbesondere das Passwort) geheim zu halten sowie vor dem Zugriff Dritter zu schützen. Der Nutzer haftet für sämtliche Aktivitäten, die unter Verwendung seiner Zugangsdaten vorgenommen werden, sofern er den Missbrauch zu vertreten hat.

(4) Ein Anspruch auf Registrierung bzw. Vertragsabschluss besteht nicht; der Anbieter kann Registrierungen ohne Angabe von Gründen ablehnen.

§ 4 Nutzungsrechte, Pflichten des Nutzers

(1) Der Anbieter räumt dem Nutzer für die Dauer des Vertragsverhältnisses ein einfaches, nicht übertragbares und nicht unterlizenzierbares Recht ein, die App im Rahmen des vorgesehenen Funktionsumfangs zu nutzen.

(2) Der Nutzer verpflichtet sich, die App nicht missbräuchlich zu verwenden, insbesondere nicht zur Erfassung oder Verarbeitung von Daten Dritter ohne die dafür erforderliche Rechtsgrundlage, nicht zur Umgehung technischer Schutzmaßnahmen und nicht in einer Weise, die gegen geltendes Recht verstößt.

(3) Es ist untersagt, die App zurückzuentwickeln (Reverse Engineering), zu dekompilieren oder auf andere Weise den Quellcode zu extrahieren, soweit dies nicht gesetzlich zwingend zulässig ist.

§ 5 Verfügbarkeit, Änderungen der App

(1) Der Anbieter ist bemüht, die App möglichst unterbrechungsfrei zur Verfügung zu stellen, kann jedoch keine bestimmte Verfügbarkeit garantieren. Wartungsarbeiten, technische Störungen sowie Ausfälle von Drittanbietern (z. B. Apple, Google, Kartendienste, Hosting-Provider) können zu vorübergehenden Einschränkungen führen.

(2) Der Anbieter behält sich vor, den Funktionsumfang der App im Rahmen von Updates zu ändern, sofern dies dem Nutzer unter Berücksichtigung seiner berechtigten Interessen zumutbar ist.

§ 6 Preise, Zahlungsbedingungen, Abonnements

(1) Die App kann kostenpflichtige Abonnements (In-App-Käufe/Abonnements) anbieten. Die jeweils aktuellen Preise werden vor Abschluss des Kaufvorgangs im Apple App Store bzw. Google Play Store angezeigt.

(2) Der Anbieter ist gemäß § 6 Abs. 1 Z 27 UStG (Kleinunternehmerregelung) nicht zum gesonderten Ausweis von Umsatzsteuer berechtigt; die ausgewiesenen Preise verstehen sich daher als Endpreise ohne gesonderten Steuerausweis. Sollte sich der umsatzsteuerliche Status des Anbieters ändern, wird dies in der App bzw. im jeweiligen Store entsprechend berücksichtigt.

(3) Der Zahlungsvorgang selbst erfolgt ausschließlich über die Zahlungssysteme von Apple (App Store) bzw. Google (Google Play), deren jeweilige Nutzungsbedingungen und Zahlungsabwicklung zusätzlich gelten. Der Anbieter hat keinen Einfluss auf und keinen Einblick in die vollständigen Zahlungsdaten des Nutzers.

(4) Ein Abonnement gilt jeweils für das Gerät bzw. die Plattform, auf dem/der es abgeschlossen wurde. Bei Nutzung der App auf mehreren Plattformen (iOS und Android) innerhalb desselben Unternehmens kann eine separate Abonnierung erforderlich sein.

§ 7 Laufzeit, Kündigung von Abonnements

(1) Kostenpflichtige Abonnements verlängern sich automatisch um den jeweils gewählten Abrechnungszeitraum, sofern sie nicht rechtzeitig vor Ablauf gekündigt werden.

(2) Die Kündigung erfolgt ausschließlich über die Kontoeinstellungen des jeweiligen Stores (Apple App Store bzw. Google Play Store), nicht über den Anbieter direkt.

(3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Seiten unberührt.

(4) Bei Verträgen mit Verbrauchern gelten die gesetzlichen Rücktritts- und Widerrufsrechte, soweit anwendbar; digitale Inhalte, deren Ausführung bereits mit ausdrücklicher Zustimmung des Verbrauchers vor Ablauf der Widerrufsfrist begonnen hat, sind von einem etwaigen Widerrufsrecht nach § 18 Abs. 1 Z 11 FAGG ausgenommen.

§ 8 Datenschutz

(1) Der Anbieter verarbeitet im Rahmen der Nutzung der App personenbezogene Daten des Nutzers sowie – bei Firmenkonten – von dessen Mitarbeitern. Einzelheiten dazu, insbesondere zu Art, Umfang, Zweck und Rechtsgrundlage der Verarbeitung sowie zu den Rechten der betroffenen Personen, sind der gesonderten Datenschutzerklärung zu entnehmen, die integraler Bestandteil dieser AGB ist.

(2) Registriert ein Unternehmen ein Firmenkonto und erfasst darüber Standort- und Zeitdaten seiner Mitarbeiter, handelt das Unternehmen im Verhältnis zu seinen Mitarbeitern regelmäßig selbst als datenschutzrechtlich Verantwortlicher. Das Unternehmen ist verpflichtet, seine Mitarbeiter über die Datenverarbeitung im Rahmen der App zu informieren und die hierfür erforderliche Rechtsgrundlage sicherzustellen. Der Anbieter stellt hierfür ausschließlich die technische Infrastruktur zur Verfügung.

(3) Soweit im Einzelfall eine Auftragsverarbeitung im Sinne des Art. 28 DSGVO zwischen dem Anbieter und einem Firmenkunden vorliegt, ist der Abschluss einer gesonderten Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung (AVV) auf Anfrage möglich; der Nutzer wird gebeten, sich hierzu direkt an den Anbieter zu wenden.

§ 9 Gewährleistung und Haftung

(1) Der Anbieter haftet nach den gesetzlichen Bestimmungen für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit unbeschränkt. Für leichte Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten); in letzterem Fall ist die Haftung der Höhe nach auf den vertragstypisch vorhersehbaren Schaden begrenzt.

(2) Die Haftung für mittelbare Schäden, entgangenen Gewinn, Datenverlust sowie sonstige Vermögensschäden ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen, es sei denn, sie beruhen auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit.

(3) Der Nutzer ist selbst dafür verantwortlich, die mittels der App erfassten Daten (insbesondere Zeiterfassungs- und Fahrtenbuchdaten) regelmäßig zu sichern bzw. zu exportieren, sofern er darauf für steuerliche, arbeitsrechtliche oder sonstige Zwecke angewiesen ist. Insbesondere für die steuerliche bzw. rechtliche Anerkennungsfähigkeit des elektronischen Fahrtenbuchs (z. B. Vollständigkeit und Ordnungsmäßigkeit im Sinne der Anforderungen des österreichischen Finanzrechts) übernimmt der Anbieter keine Gewähr; die Verantwortung für eine ordnungsgemäße Führung liegt beim Nutzer.

(4) Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der Erfüllungsgehilfen des Anbieters.

(5) Zwingende Bestimmungen des Produkthaftungsgesetzes sowie zwingende verbraucherschützende Haftungsbestimmungen bleiben unberührt.

§ 10 Geistiges Eigentum

Sämtliche Rechte an der App, insbesondere Urheber-, Marken- und sonstige Schutzrechte, verbleiben beim Anbieter bzw. seinen Lizenzgebern. Eine über die vertragsgemäße Nutzung hinausgehende Verwertung ist ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Anbieters nicht gestattet.

§ 11 Änderung dieser AGB

(1) Der Anbieter behält sich vor, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft zu ändern, soweit dies aufgrund geänderter rechtlicher Rahmenbedingungen, technischer Weiterentwicklung der App oder aus sonstigen sachlichen Gründen erforderlich ist und den Nutzer nicht unangemessen benachteiligt.

(2) Über wesentliche Änderungen wird der Nutzer in geeigneter Form (z. B. In-App-Hinweis oder E-Mail) informiert und um erneute Zustimmung gebeten, sofern die Änderung nicht bloß begünstigend oder unwesentlich ist. Widerspricht der Nutzer nicht innerhalb einer angemessenen Frist bzw. stimmt er nicht erneut zu, kann der Anbieter das Vertragsverhältnis ordentlich kündigen.

§ 12 Anwendbares Recht, Gerichtsstand

(1) Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG) und der Verweisungsnormen des internationalen Privatrechts.

(2) Ist der Nutzer Verbraucher, gelten die zwingenden Bestimmungen des Verbrauchergerichtsstands unberührt von der Rechtswahl.

(3) Für Streitigkeiten mit Nutzern, die Unternehmer sind, wird, soweit gesetzlich zulässig, die Zuständigkeit des sachlich zuständigen Gerichts in Wien vereinbart.

§ 13 Schlussbestimmungen

(1) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen davon unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt eine dem wirtschaftlichen Zweck möglichst nahekommende, wirksame Regelung.

(2) Nebenabreden bestehen nicht.